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Dienstag, 20. Februar 2018

Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaften Schulbibliotheken LAG

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Der Schulbibliotheksweblog
Ideen, Nachrichten, Meinung rund um Schulbibliothek und Schule.

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Miteinander lernen
Individuell lernen
Sebstständig lernen
Multimedial lernen
Voneinander lernen
Spielend lernen

Konzept

Unsere ganztägig geöffnete und durch Fachpersonal betreute Mediathek versteht sich als multimediale Lernwerkstatt in der vor allem selbstständiges und individuelles Lernen gefördert und Informations- und Medienkompetenz mit Hilfe klassischer und  neuer Medien trainiert wird. Die hier untergebrachte Schulbibliothek ist vielschichtig mit Unterricht, Projektlernen und dem Leseförderkonzept vernetzt. Die Mediathek wird durch freiwillige Mitarbeit von Schülerinnen und Schülern unterstützt und bietet Raum für soziales Lernen.

Leitlinien

Die Mediathek der Steinwaldschule orientiert sich am Schulbibliotheksmanifest der UNESCO. Dort heißt es einleitend:

"Die Schulbibliothek stellt Informationen und Ideen zur Verfügung, die grundlegend für ein erfolgreiches Arbeiten in unserer stetig wachsenden informations- und wissensbasierten Gesellschaft von heute sind. Die Schulbibliothek rüstet die Schüler mit der Fähigkeit zum lebenslangen Lernen aus und entwickelt ihre Vorstellungskraft. Damit versetzt sie sie in die Lage, ein Leben  als verantwortungsbewusste Bürger zu führen."

Somit kommt der Schulbibliothek eine komplexe und verantwortungsvolle Aufgabe zu, die weit über die bloße Bereitstellung von Medien, vorzugsweise Büchern, hinaus geht. Im Bemühen die Richtlinien des Manifests so weit wie möglich an unserer Schule umzusetzen, arbeiten Bibliotheksleitung, Schulleitung und Arbeitgeber eng zusammen. Dies ist ein langwieriger, mitunter auch schwieriger Prozess, der die Kooperations- und Kompromissbereitschaft aller Beteiligten fordert und Interessen und Möglichkeiten behutsam abwägen muss.
In einigen Bereichen sind die angestreben Ziele noch nicht erreicht, z.B. im Bereich Schulcurriculum und Etatplanung. In anderen sind wir schon auf einem guten Weg, z.B. hinsichtlich Medienbestand und Qualität, personeller Ausstattung, Lage der Mediathek, elektronischer Ausstattung, Raumausstattung, Bestandsverwaltung und Bestandsentwicklung, Zusammenarbeit zwischen Bibliothekarinnen und Lehrkräften, Evaluation, Benutzerschulung.

Das Schulbibliotheksmanifest führt  u. a. Leitlinien für die Schulbibliotheken auf hinsichtlich

- Aufgaben und Zielsetzung 
- Curriculum der Schule
- Planung und Evaluation
- Finanzen und Etat
- Ausstattung und Bestand
- Organisation und Leitung
- Personalausstattung
- Aktivitäten
- Pädagogische Aufgaben
- Öffentlichkeitsarbeit

Es kann eingesehen werden unter http://archive.ifla.org/VII/s11/pubs/SchoolLibraryGuidelines-de.pdf

Weitere Informationen unter
http://archive.ifla.org/VII/s11/pubs/mani-g.htm

Namensgebung: Warum "Mediathek"?

Viele Büchereien und Schulbibliotheken nennen sich auch "Mediothek". Diesen Namen führte auch die Mediathek in den Jahren von 1987 bis 1997. Dann wurde der Name in "Mediathek" geändert. Warum?

1997 begann die systematische Umgestaltung und Konzeptionalisierung hin zu einem "schulinternen und multimedialen Informationszentrum, das auch in Zukunft weiter ausgebaut und ständig aktualisiert werden soll". Drei Aspekte hebt dieses Konzept besonders hervor: Es geht nicht nur um Bücher, sondern um ein Angebot verschiedenster Medien; Es geht nicht nur um punktuelle Informationsmöglichkeiten, sondern um ein Informationszentrum, das alle Ressourcen bündelt und der Schulgemeinde jederzeit zugänglich macht; Und es geht nicht darum, eine Schulbibliothek einzurichten und fertig, sondern um die Bemühung einer konstanten Weiterentwicklung und Qualitätsverbesserung unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen in Pädagogik und Technik. Um diesen Wandel auch nach außen deutlich zu machen, wurde der Name in "Mediathek" geändert.

Die dahinter stehende Intention wird auch sehr schön in dem folgenden Text von Konrad Heyde deutlich, aus dessen Vortrag "Von der Bibliothek zur Mediathek" auf dem Bibliothekskongress "Die Bibliothek der Zukunft" in Neustadt a. d. Weinstraße am 10.08.2001 wir hier gerne zitieren möchten:

"Der Begriff Mediothek kam in den 70er-Jahren auf und wurde vor allem für ausgebaute Schulbibliotheken und kombinierte öffentliche und Schulbibliotheken verwendet, die einen Bestandsschwerpunkt bei audio-visuellen Medien hatten. Obwohl sich die Begriffe Mediathek und Mediothek nur durch einen Buchstaben unterscheiden, durch das „a" bzw. „o" in ihrer Mitte, scheinen sie doch für entgegengesetzte Programme zu stehen. Grammatikalisch korrekt ist Mediathek, denn media ist der Plural des lateinischen Wortes medium, das heute vor allem Kommunikationsmittel und Informationsträger bedeutet. Auch Mediothek will etwas Modernes bezeichnen, lehnt sich aber in der Lautabfolge eng an Bibliothek an und betont damit ihre bibliothekarische Abstammung und Tradition. Das „o" in Mediothek als introvertierter, geschlossener, dunkler Laut steht im Kontrast zum extravertierten, zukunftsoffenen, strahlenden „a" in Mediathek ... Das ist, bitte, nicht ganz ernst zu nehmen, aber Sie verstehen, dass mir Mediathek viel mehr zusagt als Mediothek und dass es Gründe dafür gibt."